Red Bull Ring 9. – 11. Juni GT4 European Series

Vom 9. – 11. Juni fand die dritte Veranstaltung der GT4 Europameisterschaft auf dem wunderschönen Red Bull Ring in Österreich statt.

Mit 32 Fahrzeugen, war das Fahrerfeld wieder einmal riesig!

Da ich die Strecke bereits aus vergangenen Jahren kannte, hatte ich mit der Streckenführung keine Probleme und fand mich schnell zurecht.
Zudem gehört der Red Bull Ring nebst Spa-Francorchamps  zu meinen Lieblingsstrecken.

FP1

Das erste freie Training lief sehr gut für uns und wir konnten mit unserem geplanten Testprogramm beginnen. Das Ziel war möglichst viele Runden mit unserer neue BoP zu erzielen um daraus wichtige technische Informationen nehmen zu können.
P11 war unser Endergebnis in FP1, das hatte aber noch nichts zu sagen, weil wir auf gebrauchten Reifen unterwegs waren.

FP2

Im zweiten freien Training galt es anhand den gesammelten Daten die Rundenzeiten von FP1 zu verbessern und den Feinschliff an unserer Linienführung  zu machen.
Leider wurden wir von einem Getriebeschaden überrascht und verloren somit wichtige Trainingszeit.
Die Mechaniker machten sich sofort daran, dass Getriebe zu wechseln, sodass wir am nächsten Morgen am Qualifying teilnehmen konnten.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an das ganze Team für die Überstunden, welche bis um Mitternacht anhielten.

Qualifying 

Da es durch die Nacht und am morgen früh noch geregnet hatte, war die Strecke für unser Qualifying noch komplett nass.
In ein Qualifying zu starten, ohne zu wissen ob unser Setup funktionieren würde, war gewagt aber das Risiko wert.
Das Auto verhielt sich sehr gut und ich war mit dem Setup zufrieden.
Leider gelang es mir nicht, meine drei schnellsten Sektorzeiten in eine schnelle Runde zu verwerten und dadurch gelang es mir nur P14 herauszufahren.
Im Regen verändert sich die Strecke jede Runde und mann muss zusätzlich auch ein wenig glück haben, dass in so kurzer Zeit alles zusammen funktionieren kann.

Im nachhinein haben wir auf meinen Daten gesehen, dass meine theoretisch beste Runde für P4 gereicht hätte.

Hätte, wäre, wenn…ich musste mich mit P14 anfreunden und werde es dafür nächstes mal umso besser machen.

Race 1

Gestartet auf P14 verlor ich direkt nach dem Start zwei Positionen auf der langen Gerade zu Kurve 2, weil uns ca. 17km/h Top Speed gegenüber den anderen Fahrzeugen fehlten.
Da sich direkt nach dem Start ein Unfall ereignete, kam das Safety Car für 5 Runden auf die Strecke.
Nach dem Restart konnte meine Aufholjagd beginnen.
Mit der zweit schnellsten Rundenzeit und schönen Überholmanöver konnte ich mich auf einen super dritten Platz hervorarbeiten und übergab dann das Auto beim Boxenstopp an meine Teamkollege.
Meine Teamkollege konnte unsere Position bis am Ende verteidigen und somit überquerten wir die Ziellinie auf einem fantastischem dritten Platz.

Im Hinblick auf unsere Renn-Pace, wäre ohne Safety Car, geschweige denn mit einem besseren Qualifying, sehr wahrscheinlich noch eine bessere Platzierung möglich gewesen.

Race 2

Das zweite Rennen wurde von meiner Teamkollege von P13 in Angriff genommen.
Nach einigen Runden konnte sie sich schon bis auf P11 hervorkämpfen, bis sie von einem Konkurrenten von der Strecke gedrängt wurde und das sich in einem Dreher um 360 Grad resultierte.
Beim Boxenstopp überreichte meine Teamkollege mir das Auto auf P24.
Nach einem gelungenen Boxenstopp, konnte ich wiederum eine Aufholjagd starten.
In drei Runden konnte ich mich schon bis auf P19 hervorkämpfen und schloss die Lücke zu P18.
Beim Kampf um P18 kam es zu einer Berührung mit einem Konkurrenten und dabei beschädigte ich meine Aufhängung, sodass ich das Auto in der Box abstellen musste.
Leider war es mir nicht möglich der Kollision aus dem Weg zu gehen, da mein Konkurrent obwohl es verboten ist, seine Linie mehrmals vor dem Bremspunkt wechselte und ich somit beim Ausweichen mit meinem Frontspoiler in seinem Hinterreifen landete.
Der Frontspoiler verkeilte sich und es riss beide Autos mehrmals gegeneinander, sodass ich sogar ganz vom Boden abhob und danach hart im Kies landete.
Durch den Aufprall ist ein grosser Schaden entstanden, welcher jetzt zuerst begutachtet und danach abgeklärt werden muss, was für finanzielle Auswirkungen das auf mich haben wird.

Das ganze Positiv gesehen, wir haben dieses Wochenende in Race 1 zeigen können zu was wir fähig sind und haben viel Lob bekommen.
Ohne Zwischenfälle und weitere Probleme, sind wir ein klarer Favorit für die nächsten Podiums in den folgenden Rennwochenenden.

Rennunfälle passieren und können manchmal nicht vermieden werden, ich bin froh dass ich in so einem gut geschützten Auto fahren darf und bin froh das ich keine ernsthaften Verletzungen davon getragen habe.

Abhaken und nach vorne zum nächsten Rennwochenende am Slovakiaring sehen, welches vom 14. – 16. Juli stattfinden wird.