Erstes Rennwochenende GT4 Misano

Mit einem enorm großen Starterfeld von insgesamt 33 Fahrern, fand vom 1-2 April 2017 das erste GT4 European Series Rennen statt.

Das Rennwochenende hatte seine höhen und tiefen.

FP1

Da ich die Strecke nur vom Simulator kannte, musste ich mich natürlich im ersten freien Training erst einmal auf die Strecke und ihre Gegebenheiten einstellen.
Der erste Eindruck von unserem Setup war sehr gut und fühlte sich auch so an.

FP2

Da die KTM X-BOW’s nach BOP (Balance of Performance) für das erste Training ziemlich zurückgestuft wurden, waren wir gegenüber den anderen Marken auf den Geraden viel zu langsam, darum bekamen wir für das FP2 eine neue, etwas bessere BOP.

Jedoch hatten wir im zweiten freien Training mit technischen Problemen zu kämpfen und konnten uns daher nicht wie gewollt auf unser Testprogramm konzentrieren.

Qualifying 1+2

Mit viel zu wenig Trainingszeit wurden wir im Qualifying so gesagt ins kalte Wasser geworfen und wussten nicht ob wir die Probleme am Fahrzeug zu 100% ausmerzen konnten.

Meine Teamkollegin fuhr das erste Qualifying, in welchem Sie leider erneut mit technischen Problemen zu kämpfen hatte.

Natürlich wollte ich auch in meinem Qualifying versuchen eine Runde in den Asphalt zu brennen, dies blieb mir aber leider verweigert, weil unser Auto den Dienst komplett verweigerte.

Dass ergab für uns leider jeweils den letzten Startplatz.

Rennen 1

Nachdem unser Team das halbe Auto auf den Kopf gestellt hat um alle Probleme aus dem Weg zu räumen, waren wir für das Rennen positiv gestimmt.
Meine Teamkollegin startete das Rennen und übergab mir dann das Auto in der hälfte der Zeit.
Leider war unsere Boxenstopp nur einige Zehntelsekunden unter der Mindestzeit und wir bekamen dafür eine Stop and Go Strafe aufgebrummt.
Als ich diese Stop and Go Strafe abgesessen habe, konnte ich richtig anfangen zu pushen.
Meine Pace war sehr gut und ich konnte viele Gegner überholen und dazu noch die dritt schnellste Rennrunde fahren.

Leider bekam ich mitten im Rennen zu unrecht noch eine Drive Trough Strafe aufgebrummt, welche mich natürlich in der Platzierung wieder zurück warf.

Das Rennen beendete ich auf einem ernüchternden P21.

Rennen 2

Das zweite Rennen startete ich und übergab das Auto in der Hälfte der Zeit an meine Teamkollegin.

Der Start von P30 verlief perfekt und ich konnte gleich einige Autos in den ersten Kurve überholen.
nach der ersten Runde war ich schon auf P22 liegend und kämpfte mich weiter nach vorne.

Nach einem Überholmanöver auf P14 erhielt ich eine Drive Trough Strafe, weil ich mit dem Gegner einen Kontakt hatte und dieser sich drehte.
Leider spülte mich diese Drive Trough Strafe auf P25 zurück.
Von da an wusste ich, jetzt muss ich noch einmal alles aus dem Auto rausholen und Ich fuhr noch einmal die dritt schnellste Rennrunde und übergab das Auto meiner Teamkollegin auf P17.

Meine Teamkollegin arbeitete sich bis auf P14 hervor, wurde jedoch aber leider von einer späten Safety Car Phase wieder auf P16 zurückgespült und beendete dort unser Rennen.

 

Es ist sehr schade, dass es uns nicht möglich war eine Qualizeit zu fahren, jedoch wie man gesehen hat, haben wir als Team den Speed und können wenn wir ein gutes Qualifying haben, ganz vorne mitmischen.

Pech und Erfolg liegt leider im Motorsport ganz Nahe beisammen.

Ich bin aber überzeugt, dass unser Team das Können und die Zielstrebigkeit hat im nächsten Rennen aufzutrumpfen.

Ich möchte hier noch einmal dem ganzen TRUE RACING und natürlich REITER ENGINEERING Team danken.
Was Ihr dieses Wochenende geleistet habt um unser Auto wieder in die Gänge zu bringen, war fantastisch.