Grand Prix de PAU 13. – 15.05.2016

Als zweite Station der Saison stand der Stadtkurs von Pau auf dem Programm.

Der Stadtkurs in Pau, nebst Macau und Monaco, ist einer der schnellsten und schwierigsten Stadtkurse der Welt.
Vier Meter von der linken zur rechten Leitplanke ist keine grosse Distanz und somit ist auch kein Platz für Fehler da.

Ich reiste mit einem guten Gefühl von Monza nach Pau an, ich kannte die Streckenführung und den Charakter der Strecke bereits von meinem Simulator zuhause.

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Free Practise 1

Das erste freie Training fand unter nassen Bedingungen statt, dies war ideal, weil das ganze Wochenende Regen gemeldet wurde.
Ich fand mich sehr schnell auf der Strecke zurecht und konnte auch gleich mit schnellen Runden überzeugen.
Am Ende der Session stand ich auf dem ersten Platz des gesamten GT4 Feld.

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Free Practise 2

Das zweite Training lief wiederum sehr gut für mich, die kleinen Veränderungen am Auto machten sich positiv bemerkbar und wir wussten, dass ist das Set Up fürs Qualifying.

Leider hatte ich nicht viele freie Runden, deshalb landete ich nur auf dem dritten Platz, jedoch als erster KTM.

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Qualifying

Nach den vielversprechenden Trainings am Vortag, machten wir uns realistische Hoffnungen auf eine Pole Position.
Leider fanden wir in den 15 Minuten keine richtig freie Runde ohne Verkehr und mussten uns mit dem gesamt achten Startplatz zufrieden geben.

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Race 1

Das erste Rennen wurde von meiner Teamkollegin gestartet und ich übernahm das Fahrzeug in der Rennhälfte bei einem hektischen Boxen Stopp, bei welchem wir von Slicks auf Regenreifen wechseln mussten, da der Regen erneut einsetzte.

Ich konnte einige Plätze aufholen, bis ich jedoch hinter einem Gegner hängen blieb, welcher extrem viel Getriebeöl verlor und dies auf meine Scheibe transportierte.
Wegen extrem eingeschränkter Sicht, konnte ich mich noch mit Mühe und Not in die Boxengasse retten, um dort von meinen Mechanikern die Scheibe reinigen zu lassen.

Mit Viel Rückstand konnte ich jedoch wiederum Plätze gut machen und fuhr auch noch die schnellste Rundenzeit des Rennen.
Da es bei unsere Internen Wertung um die fünf schnellsten Runden geht, hatte ich leider keine Chance auf den Rennsieg, weil die vorherigen Fahrer bei trockenen Bedingungen auf Slicks fahren konnten.

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Race 2

Das zweite Rennen startete ich vom achten Platz aus.
Direkt nach dem Start konnte ich ein Platz gut machen und befand mich dann auf dem siebten Platz.
Lange Zeit wurde ich auf diesem Platz aufgehalten und ich entschied mich ein wenig Abstand zum vorderen Fahrzeug zu lassen, um wenigstens fünf schnelle Runden für die interne Wertung zu erzielen.
Schon die erste Runde war 1,5 Sekunden schneller als die Fahrzeuge vor mir, jedoch war es unmöglich die Fahrzeuge zu überholen, weil nur die Ideallinie trocken war.
Die Zweite Runde war ich sogar der schnellste in den ersten zwei Sektoren mit ,,fastest Sector Time“ (Lila gekennzeichnet).
Im letzten Sektor in der schnellen Rechtskurve geriet ich dann ein wenig auf einen nassen Teil der Strecke und der vordere linke Reifen verlor seine Haftung und katapultierte mich in die Leitplanke.

Mit Gebrochener Spurstange musste ich das Rennen leider aufgeben.

Es ist sehr Schade das Wochenende mit einem Crash zu beenden.
Das Wochenende hatte so gut gestartet und ich war immer der schnellste KTM auf der Strecke. Jedoch liegt Glück und Pech in PAU sehr nahe beieinander.

Wegen des Crash konnte meine Teamkollegin nicht am Rennen teilnehmen und somit wie es die Regeln sagen, werden mir viele Punkte dafür abgezogen.

Nach Race 1 befand ich mich auf P1 in der Meisterschaft und jetzt stehe ich auf P3 mit 16 Punkten Rückstand auf den Führenden.

Jetzt heisst es nach vorne schauen und volle Konzentration auf das nächste Rennen in Spa.
Wir haben definitiv das Zeug dazu um in Spa wieder um den Sieg kämpfen zu können.

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