GT4 Europameisterschaft Auto Design

Mit voller Freude darf ich euch mein neues Design für die Saison 2018 in der GT4 Europameisterschaft vorstellen.
Ich werde zusammen mit Gosia Rdest (Polen) in der PRO/AM den Titelkampf in Angriff nehmen.
Dieses Wochenende startet in Zolder schon das erste Rennen der GT4 Europameisterschaft.
Ich bin motiviert und gut vorbereitet, die Saison kann beginnen!

Saison 2018 mit Phoenix Racing & Audi R8 GT4

Cédric Freiburghaus mit Phoenix Racing in der SRO GT4 EM

Phoenix Racing:
,,Zum neuen Jahr freuen wir uns, mit Cédric Freiburghaus einen weiteren Fahrer für die SRO GT4 Europameisterschaft bekanntgeben zu können. Der 22-jährige Schweizer ist ein GT4 erfahrener Pilot, der schon vergangene Saison mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam machen konnte. Cédric wird einen unserer Audi R8 LMS GT4 pilotieren und ebenfalls am Phoenix Racing Junior Programm teilnehmen. Sein motorsportlicher Werdegang führte ihn vom Go-Kart über die Formel Renault 2.0 zu KTM in die GT4 EM. Cédric Freiburghaus ist nach Gosia Rdest und Nicolaj Møller Madsen der dritte Fahrer in unserem GT4-Kader für die Saison 2018.“

Ich bin überglücklich mit Phoenix Racing und dem GT4 Juniors Projekt das richtige Team für die Saison 2018 in der GT4 Europameisterschaft an meiner Seite zu haben.

Ich freue mich sehr auf die kommende Saison und bin überzeugt, dass wir mit so einem hochkarätigen Team wie Phoenix Racing, ganz vorne dabei sein können.
Bei einem der wohl bekanntesten GT-Teams von Europa eine Fahrerplatz zu erhalten, ist für mich eine große Ehre. Ich danke dem ganzen Team für das entgegen gebrachte Vertrauen.
Ich bin top fit, motiviert und bereit für die Saison 2018.

Ein großer Dank gilt meinen Sponsoren und Partnern, welche dieses Projekt für mich überhaupt möglich gemacht haben.

Weitere Infos folgen..

Cédric Freiburghaus

Saisonfinale Nürburgring 15-17 Sep

 

Mit einem erfolgreichen Rennwochenende am Nürburgring konnte ich noch einmal mein Können unter Beweis stellen und einen sehr guten dritten Platz herausfahren. Das Auto hatte eine sehr gute Race-Pace , weshalb ich mich von Startplatz elf bis auf den dritten Rang vorarbeiten konnte. Leider war dies schon das letzte Rennen der GT4 Europameisterschaft. Die Saison ist wieder einmal wie im Flug vergangen.
Momentan ist leider noch nicht ganz klar, wie es für mich und meine Rennfahrerkarriere in Zukunft weiter geht. Ich hoffe aber, euch möglichst bald darüber informieren zu können, in welchem Team und in welchem Rahmenprogramm ich im nächsten Jahr mitfahren werde. Inzwischen werde ich mich körperlich durch Krafttraining im Fitnessstudio und technisch mit Trainingseinheiten an meinem Simulator fit halten. So bin ich auch für kurzfristig bekannt werdende Renneinsätze jederzeit bereit.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei meinen Unterstützern und Sponsoren bedanken, welche immer an mich geglaubt haben – und das immer noch tun! DANKE DANKE DANKE! Ohne euch könnte ich diese tollen Erfahrungen nicht erleben!

 

 

14. – 16. Juli Slovakiaring GT4 European Series

Vom 14. – 16. Juli wurde in der Slowakei das vierte Rennwochenende der GT4 Europameisterschaft ausgetragen.

Ich startete wie immer mit viel Motivation und einer sehr guten Vorbereitung in das Wochenende welches für mich schon am Mittwoch mit der Anreise begann.
Am Mittwoch angekommen, konnte ich es dann schon kaum erwarten endlich auf die Strecke zu gehen und den ersten ,,Track Walk“ zu absolvieren.

Ein Testtag welcher 10 Tage vor dem Slovakiaring Rennwochnende durchgeführt wurde, konnte ich leider aus finanziellen und zeitlichen Gründen nicht bestreiten.

Der Slovakiaring gehört zu den anspruchvollsten und schnellsten Rennstrecken Europas und ist mit einer Länge von 5900m ziemlich lang.
Der Slovakiaring gehört zu meinen Lieblingsstrecken, weil der Kurs technisch extrem viel von Fahrer und Auto abverlangt und man für eine schnelle Runde nicht nur den Gasfuss braucht, sondern auch Geduld, Feingefühl und Ausdauer.

Unser Wochenende war das wohl verrückteste Rennwochenende das ich jemals im Motorsport erlebt habe.

FP1/FP2

Das Wochenende startete für uns sehr gut, wir konnten in den freien Trainings sehr viel Daten sammeln und uns ein gutes Setup für das Qualifying zusammenstellen.

Da die Autos der Marke KTM in den freien Trainings alle ziemlich weit vorne in der Rangliste vertreten waren, ging es nicht lange und wir wurden wie immer mit Gewicht und Setup-Einstellungen eingeschränkt und bestraft.
Natürlich waren wir mit dieser Entscheidung nicht zufrieden, weil wir wussten, dass die anderen Teams nicht ihr volles Potential zeigten und dadurch auch keine Balance of Performance Verschlechterung  erhielten.

Wie auch immer, wir mussten uns wieder einmal gegen den Kampf um die Balance of Performance geschlagen geben und die Zusatzgewichte in kauf nehmen.

Qualifying

Im Qualifying konnte ich trotz der schlechten Balance of Performance P3 (+ 0,2sec. auf P1) herausfahren und war damit super zufrieden.
Leider wurde mir meine beste Zeit gestrichen, weil ich im freien Training eine gelbe Flagge fälschlicher Weise ignorierte.
Mit der gestrichenen Runde wurde es immerhin noch P5 von 31 Fahrzeugen.

Nach dem Qualifying wurden alle KTM Fahrzeuge von der GT4 Organisation von beiden Qualifying Ergebnissen disqualifiziert.
Die Begründung war: 
– Turbo Ladedruck Überschreitung
– Radsturz über 2°

Unser Team konnte aber zusammen mit einem offiziellen FIA Steward beweisen, dass die beiden bemängelten Punkte Regel konform waren und fanden zudem heraus, dass das Messgerät der GT4 Organisation eine Fehlkonstruktion war und wir zu unrecht bestraft wurden.

Die GT4 Organisation sah keine Schuld bei sich und liess sich auch nicht auf Diskussionen über eine Aufhebung der Disqualifikation ein.

Das bedeutet für alle KTM Fahrer die beiden Rennen von ganz hinten starten zu müssen.

Race 1

Das erste Rennen startete ich und übergab dann in der Halbzeit das Fahrzeug an meine Teamkollegin.
Gestartet von P28 konnte ich viele Plätze gut machen und kämpfte mich mit schönen und fairen Überholmanövern bis auf P14 nach vorne.
Auf P14 übergab ich dann das Fahrzeug beim Boxenstopp an meine Teamkollegin, welche das Rennen auf P13 beenden konnte.

Als wäre es keine Überraschung, hatte die GT4 Organisation auch nach diesem Rennen wieder etwas ,,nicht Regel konformes“ an unseren Fahrzeugen gefunden und uns wieder zu Unrecht von Race 1 disqualifiziert.
Auch diese Bestrafung wurde von einem FIA Steward überprüft und als ungerechtfertigt  befunden, weil unsere Fahrzeuge absolut Regel konform waren.

Race 2

Als unsere Fahrzeuge endlich (nach über 12h) aus dem Parc Férme freigegeben wurden, blieben uns nur noch genau 1h bis zum Start des zweiten Rennens.
Ein Rennfahrzeug in einer Stunde renn-bereit zu machen ist normalerweise unmöglich.
Wie auch immer, das Team von Reiter Engineering brachte alle acht Fahrzeuge zur Startaufstellung und ermöglichte es uns Fahrern doch noch am zweiten Rennen teilzunehmen.

Das zweite Rennen wurde von meiner Teamkollegin auf P28 gestartet.
Sie konnte sicht bis P21 hervorkämpfen und übergab mir dann das Fahrzeug nach ca. 30min.
Mit einem sehr guten und sauberen Boxenstopp konnte ich mich auf die ,,grosse Aufholjagd“ machen. Meine Race-Pace war sehr schnell und ich konnte mich bis sechs Minuten vor ende des Rennens bis auf P4 hervorkämpfen.
Ich war gerade daran einen Angriff auf den drittplatzierten zu starten, als dann das Safety Car wegen einen Unfalls auf die Strecke kam.
Das Rennen wurde unter Safety Car beendet und es war mir daher nicht mehr möglich den schon fast sicheren Platz auf dem Podium einzufahren.

Aber auch so, ein Rennen auf P28 starten zu müssen, um es dann auf P4 zu beenden machte mich mächtig stolz.

Ich will nicht darüber nachdenken, wie weit oben ich dieses Wochenende auf dem Podium gestanden wäre, wenn ich nicht von P28 sonder P5 gestartet wäre.

Ich hatte immer schon das Gefühl, dass die GT4 Organisation uns aus welchem Grund auch immer, nicht mag und daher dieses Wochenende auch nicht mehr aus sportlicher Sicht sondern aus persönlichen Gründen gegen uns KTM Fahrer und die Marke KTM mit nicht fairen Mitteln gekämpft hat.

Ich hoffe dass all diese Umstände bis zum nächsten Event in Zandvoort im Rahmenprogramm der DTM Mitte August aus unsere Meisterschaft verschwunden und bereinigt sind, ansonsten wird es für uns als KTM Fahrer zu einer reinen Schikane, welche wir uns nicht mehr länger bieten lassen wollen.

Um das Positive in diesem Wochenende noch einmal hervorzuheben, ich konnte meine Leistung ein weiteres mal extrem gut abrufen und konnte mit einer sehr schnellen Renn-Pace überzeugen.
Ich habe alles mögliche, in meiner Macht stehende abgerufen und bin mit meiner Leistung an diesem Wochenende sehr zufrieden.
Die anderen Umstände kann ich leider nicht beeinflussen.

Ich möchte hier nochmals allen meinen Sponsoren und Unterstützer herzlichst für eure Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Ohne euch wäre das alles nicht möglich!

Ein grosses Danke auch an mein Team Reiter Engineering, dieses Wochenende wurden wir gedemütigt und zu unrecht bestraft und dennoch habt Ihr alle motiviert und zum weiter kämpfen angespornt.

Full Focus on Zandvoort!

Red Bull Ring 9. – 11. Juni GT4 European Series

Vom 9. – 11. Juni fand die dritte Veranstaltung der GT4 Europameisterschaft auf dem wunderschönen Red Bull Ring in Österreich statt.

Mit 32 Fahrzeugen, war das Fahrerfeld wieder einmal riesig!

Da ich die Strecke bereits aus vergangenen Jahren kannte, hatte ich mit der Streckenführung keine Probleme und fand mich schnell zurecht.
Zudem gehört der Red Bull Ring nebst Spa-Francorchamps  zu meinen Lieblingsstrecken.

FP1

Das erste freie Training lief sehr gut für uns und wir konnten mit unserem geplanten Testprogramm beginnen. Das Ziel war möglichst viele Runden mit unserer neue BoP zu erzielen um daraus wichtige technische Informationen nehmen zu können.
P11 war unser Endergebnis in FP1, das hatte aber noch nichts zu sagen, weil wir auf gebrauchten Reifen unterwegs waren.

FP2

Im zweiten freien Training galt es anhand den gesammelten Daten die Rundenzeiten von FP1 zu verbessern und den Feinschliff an unserer Linienführung  zu machen.
Leider wurden wir von einem Getriebeschaden überrascht und verloren somit wichtige Trainingszeit.
Die Mechaniker machten sich sofort daran, dass Getriebe zu wechseln, sodass wir am nächsten Morgen am Qualifying teilnehmen konnten.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an das ganze Team für die Überstunden, welche bis um Mitternacht anhielten.

Qualifying 

Da es durch die Nacht und am morgen früh noch geregnet hatte, war die Strecke für unser Qualifying noch komplett nass.
In ein Qualifying zu starten, ohne zu wissen ob unser Setup funktionieren würde, war gewagt aber das Risiko wert.
Das Auto verhielt sich sehr gut und ich war mit dem Setup zufrieden.
Leider gelang es mir nicht, meine drei schnellsten Sektorzeiten in eine schnelle Runde zu verwerten und dadurch gelang es mir nur P14 herauszufahren.
Im Regen verändert sich die Strecke jede Runde und mann muss zusätzlich auch ein wenig glück haben, dass in so kurzer Zeit alles zusammen funktionieren kann.

Im nachhinein haben wir auf meinen Daten gesehen, dass meine theoretisch beste Runde für P4 gereicht hätte.

Hätte, wäre, wenn…ich musste mich mit P14 anfreunden und werde es dafür nächstes mal umso besser machen.

Race 1

Gestartet auf P14 verlor ich direkt nach dem Start zwei Positionen auf der langen Gerade zu Kurve 2, weil uns ca. 17km/h Top Speed gegenüber den anderen Fahrzeugen fehlten.
Da sich direkt nach dem Start ein Unfall ereignete, kam das Safety Car für 5 Runden auf die Strecke.
Nach dem Restart konnte meine Aufholjagd beginnen.
Mit der zweit schnellsten Rundenzeit und schönen Überholmanöver konnte ich mich auf einen super dritten Platz hervorarbeiten und übergab dann das Auto beim Boxenstopp an meine Teamkollege.
Meine Teamkollege konnte unsere Position bis am Ende verteidigen und somit überquerten wir die Ziellinie auf einem fantastischem dritten Platz.

Im Hinblick auf unsere Renn-Pace, wäre ohne Safety Car, geschweige denn mit einem besseren Qualifying, sehr wahrscheinlich noch eine bessere Platzierung möglich gewesen.

Race 2

Das zweite Rennen wurde von meiner Teamkollege von P13 in Angriff genommen.
Nach einigen Runden konnte sie sich schon bis auf P11 hervorkämpfen, bis sie von einem Konkurrenten von der Strecke gedrängt wurde und das sich in einem Dreher um 360 Grad resultierte.
Beim Boxenstopp überreichte meine Teamkollege mir das Auto auf P24.
Nach einem gelungenen Boxenstopp, konnte ich wiederum eine Aufholjagd starten.
In drei Runden konnte ich mich schon bis auf P19 hervorkämpfen und schloss die Lücke zu P18.
Beim Kampf um P18 kam es zu einer Berührung mit einem Konkurrenten und dabei beschädigte ich meine Aufhängung, sodass ich das Auto in der Box abstellen musste.
Leider war es mir nicht möglich der Kollision aus dem Weg zu gehen, da mein Konkurrent obwohl es verboten ist, seine Linie mehrmals vor dem Bremspunkt wechselte und ich somit beim Ausweichen mit meinem Frontspoiler in seinem Hinterreifen landete.
Der Frontspoiler verkeilte sich und es riss beide Autos mehrmals gegeneinander, sodass ich sogar ganz vom Boden abhob und danach hart im Kies landete.
Durch den Aufprall ist ein grosser Schaden entstanden, welcher jetzt zuerst begutachtet und danach abgeklärt werden muss, was für finanzielle Auswirkungen das auf mich haben wird.

Das ganze Positiv gesehen, wir haben dieses Wochenende in Race 1 zeigen können zu was wir fähig sind und haben viel Lob bekommen.
Ohne Zwischenfälle und weitere Probleme, sind wir ein klarer Favorit für die nächsten Podiums in den folgenden Rennwochenenden.

Rennunfälle passieren und können manchmal nicht vermieden werden, ich bin froh dass ich in so einem gut geschützten Auto fahren darf und bin froh das ich keine ernsthaften Verletzungen davon getragen habe.

Abhaken und nach vorne zum nächsten Rennwochenende am Slovakiaring sehen, welches vom 14. – 16. Juli stattfinden wird.